Motorradwäsche

Die Motorradwäsche / Reinigung & Pflege

Ein gepflegtes Motorrad ist die Grundlage dafür, lange Spaß an seinem Gefährt zu haben. Schon allein aus dem Grund, dass das Motorrad vielleicht irgendwann einmal verkauft wird, sollte es immer vorbildlich gepflegt werden. Die regelmäßige und gewissenhafte Motorradwäsche ist ein ganz entscheidender Faktor in der Pflege eines Fahrzeuges, denn sie schützt den Lack vor Korrosion (Rost) und hilft ihm wesentlich länger schön zu bleiben. Allerdings führen Übereifer und falsche Putzmittel meist zum Gegenteil. Es ist nicht entscheidend wie lange und wie oft Sie putzen, sonder wie!

Der häufigste Fehler bei dem Putzvorgang ist, dass mit zu wenig Wasser gearbeitet wird. So werden die Dreckpartikel von der Bürste oder dem Schwamm über den Lack gescheuert. Das gibt die bekannten und unschönen Waschkratzer.

Das Beste was man tun kann, ist die „Schlauchwäsche“. Dazu dreht man den Wasserhahn des Schlauches nur ein klein wenig auf, das man einen stetigen und leichten Wasserstrahl bekommt. Mit dem Wasser wird nun erstmal der gesamte Schmutz auf der Verkleidung und den Felgen eingeweicht. Danach nimmt man einen möglichst einen groben Natur-Schwamm oder am besten die Schlauchbürste und streicht den Schmutz von der Oberseite des Motorrads zum Boden hin ab. Das ganze geschieht weiterhin unter laufendem Wasser. Bei einer sehr starken Verschmutzung, sollten zuvor mit einem alten Lappen die besonders dreckigen Stellen vorgewaschen werden. Stellen die mit Kettenfett oder eingetrocknetem Bremsstaub stark befallen sind, sollten mit speziellen Pflegemitteln vor der weiteren Wäsche behandelt werden. Dazu lesen sie unter anderem „hier“. Besonders empfehlenswert dazu ist WD40. Sollte in jedem Baumarkt zu kriegen sein.

Die Schwammwäsche bietet eine Alternative zur Schlauchwäsche. Allerdings ist die Gefahr, den Lack mit Schmutzpartikeln zu verkratzen um einiges höher. Darum gilt auch hier, umso mehr Wasser desto besser. Also unter 2 – 3 Putzeimern voll frischem Wasser sollte man gar nicht anfangen. Das Motorrad sollte auch hier erst eingeweicht werden, also mit etwas Wasser beschüttet werden. Möglichst immer mit triefend nassem Schwamm arbeiten und Schmutz abspülen. Natürlich darf der Wasserwechsel nicht vergessen werden!

Wenn die gesamte äußere Verkleidung mit dem Schwamm gereinigt wurde, folgt Schritt 3. Das Trocknen. Das einzige was man dafür empfehlen kann ist ein großes ca. 50x50cm echt Waschleder. Diese sind zwar mit ca. 10 Euro relativ teuer aber wirklich zu empfehlen. Zuerst wird das Fensterleder angefeuchtet, ansonsten nimmt dies keine Feuchtigkeit auf. Dann wird die gesamte Verkleidung von oben nach unten Abgezogen. Natürlich das Leder hin und wieder in kaltem und sauberen Wasser auswaschen und auswringen.

Ich empfehle zusätzlich zu der regelmäßigen Wäsche, nach jeder Regenfahrt das gesamte Motorrad von oben bis unten mit einem Schlauch oder Wassereimer abzuspritzen. Das beugt in vielen Fällen Korrosion und grobe Verschmutzung vor.